Modifikationen

Modifikationen

Wie bei anderen effektiven Behandlungsformen wurde auch bei der IPT versucht, sie auf andere Anwendungsbereiche auszudehnen. Für einige dieser Bereiche wurde die hier beschriebene Originalform modifiziert. Die Modifikationen beziehen sich auf

  • die ursprünglich postulierte Zeitdauer (z. B. Erhaltungsform, Kurzberatung),

  • die spezifische Störungsform (z. B. Bulimie, soziale Phobie, Dysthymie, bipolare Störungen, posttraumatische Belastungsstörungen),

  • Charakteristika der Patienten (z. B. Jugendliche, Alterspatienten, andere Kulturen) oder

  • das Behandlungssetting (stationär, Gruppe, Paartherapie, per Telefon oder Internet).

Das Ausmaß der Modifikationen variiert stark. Manche Formen sind kaum verändert im Vergleich zur Originalversion (z. B. IPT-Late Life für ältere depressive Patienten), bei anderen sind bedeutsame neue Therapieelemente hinzugefügt (z. B. die Regulierung sozialer Rhythmen bei bipolaren Patienten). Eine umfassende Beschreibung der meisten Modifikationen mit ausführlichen Fallbeispielen findet sich bei: Weissman MM & Markowitz JC (2012) Casebook of Interpersonal Psychotherapy. NY: Oxford University Press.

 

Interpersonelle Psychotherapie bei arbeitsstressbedingten depressiven Erkrankungen:
5. Fokus „Arbeitstress und Burnout“

Eine zunehmende Anzahl von depressiven Patienten klagt über einen Zusammenhang ihrer depressiven Symptomatik mit massivem Arbeitsstress und Burnout-Erleben. Ein von der Arbeitsgruppe um Schramm (Freiburg) neu konzeptualisierte 5. IPT-Fokus „Arbeitsstress“ bezieht sich direkt auf Veränderungen und/oder Konflikte im Arbeitsbereich.
Mehr lesen (PDF)….